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Auf der Werra - Kanutour 2020

Wir haben großes Glück. Das Wetter passt. Wir sind keine Schönwetter-Feuerwehr, freuen uns trotzdem, dass die Sonne scheint. Die Werra ist nicht ausgetrocknet. Campingplatz und Kanuverleih haben geöffnet. Nicht selbstverständlich im Herbst des verrückten Jahres 2020. 

Wir campieren mit Kind und Kegel für ein Wochenende auf einem romantisch-lauschigen Plätzchen. Gemäß unserer Zielstellung versuchen wir am Samstag stundenlang mit Muskelkraft und bei Niedrigwasser unsere Kanus so zu lenken, dass sie in den "Stromschnellen" nicht kippen, an Gestrüpp nicht hängenbleiben und nicht zu sehr auf dem Flussbett entlangschrammen. Die meisten Paddler sind bald aus unterschiedlichen Gründen geziert von Tropfen. Werrawasser vom eigenen oder fremden Paddel, abgerutscht bei der Getränkeversorgung, Schweiß wegen Wärme, Kälte oder Anstrengung. Es gelingt tatsächlich. Alle Aktiven und alle Kanus erreichen vor Einbruch der Dunkelheit wohlbehalten das Versorgungszelt. Die Smutje haben allerlei Leckereien vorbereitet: Leberkäse, Soljanke, Pilzpfanne. Wir genießen die Ruhe, die Kälte und das traute Zusammensein. Natürlich mit gebührendem Abstand und unter freiem Himmel. Dank App und jemandem, der diese bedienen kann, lernen wir gleich noch etwas über Planeten, die gerade zu sehen sind. Reisen bildet. Der Himmel ist also sternen- und planetenklar :). Gemeinsam mit Pferden, Enten, Schwänen, Hunden und allerlei Insekten.

 

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Die Feuerwehr kommt zuerst

In unserer Familie kommt oft die Feuerwehr zuerst. Ich weiß, worüber ich schreibe. Ich lebe mit zwei Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr zusammen. Wenn der Nachbar fragt, wo ist denn dein Mann, reicht ein Blick. Wenn die Kinder früher fragten: Wann kommt Papa? Na dreimal dürft ihr raten... Meistens läuft er gerade in mehr oder weniger bequeme Kleidung gehüllt und mit Reflexstreifen dekoriert in der Gegend herum und beschäftigt sich mit Retten, Löschen, Bergen, Schützen. Damit komme ich klar. Es gibt auch Tage, da gefällt mir das ganz und gar nicht. Meine beiden Kameraden bekunden dann zwar Verständnis, laufen aber trotzdem los. Ich stöhne auf und meckere auch mal. Aber für meine Einsicht muss ich nicht nur meinen Verstand bemühen, in den Tiefen meines Herzens bin ich sehr froh darüber und auch stolz und sogar ein klein wenig neidisch. Weil sie das tun. Diese Website möchte über die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr berichten. Zum Mitmachen motivieren und vielleicht einige Vorurteile a

Bagger und Motorsägen an der Gera in Bischleben - Hochwasserschutz in Vorbereitung

Bei uns in Bischleben gibt es in unregelmäßigen Abständen wunderbare, neue Sehenswürdigkeiten. Ich finde das prima. Gerade größere Baumaßnahmen laden Radfahrer und Spaziergänger zum Verweilen und Handyknipsen ein. Und wir Bischlebner wissen wenigstens, wohin wir gehen und worüber wir reden können. Derzeit zieht es uns magisch an das Gera-Ufer. Mir blutet das Herz. Die schönen, alten Bäume, auf deren Spitzen gern die Amseln sitzen und trällern - sie fallen. Einer nach dem anderen. Als analytisch denkender Mensch habe ich natürlich ein Einsehen. Die Maßnahme dient dem Schutz der Bevölkerung. Fast verblasste Bilder aus den Hochwasser-Jahren 1994 und 2013 wimmeln vor dem inneren Auge. Andererseits finde ich Bagger in Aktion total spannend und könnte stundenlang zusehen. Der Anblick von Kahlschlag und Rückbau des Dammes, der (besonders von Hundebesitzern) hoch geschätzten und ausgiebig genutzen Bischlebener Flaniermeile, bietet eine erfrischende Abwechslung im langweiligen Corona-Lockdo